Uiesh. Irgendwo


lieferbar, 106 Seiten, Klappenbroschur

Joséphine Bacon aus der frankokanadischen Metropole Montréal trägt das Land ihrer Ahnen, Nutshimit, in sich. Sie erinnert sich an Erzählungen der Ältesten, teilt ihr Wissen und erzählt von der Stille und Weite der Landschaft.


ISBN 978-3-948156-51-0

15,00

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Beschreibung

 

Joséphine Bacon

Uiesh. Irgendwo

Gedichte

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Mit einem Gespräch zwischen Joséphine Bacon und Marie-Andrée Gill

Aus dem québecfranzösischen

von Jennifer Dummer und Andreas Jandl

Mit Joséphine Bacon beginnt eine neue Geschichte der Québecer Dichtung.

Uiesh                             Quelque part                                      Irgendwo

Nutshimit                    Dans le Nuthimit                         In den Gründen des Nutshimit

Nitshinat nititan             Je suis chez moi                                 Bin ich zu Hause

Apu atshitashunashtet      Sans adresse réelle                Ohne richtige Anschrift

Anite epian       Ma rue s’appelle chemin de portage     Meine Straße heißt                                                                                                                                                         Umtrageweg

Joséphine Bacon lebt seit über 50 Jahre in der Québecer Metropole Montréal. Das Land ihrer Ahnen, Nutshimit, trägt sie immer noch in sich. Sie erinnert sich an Erzählungen der Ältesten, teilt ihr Wissen und erzählt von der Stille und Weite der Landschaft.

Ihr auf Innu-Aimun und Französisch verfasstes Werk schlägt eine neue Seite in der kanadischen Literatur auf und trägt dazu bei, die Sprache der Innu am Leben zu erhalten. Außerdem hat Bacon den Weg für eine stetig wachsende Nachfolgerschaft von Innu-Aimun-Sprecher·innen geebnet, deren Stimmen heute Gehör finden. Marie-Andrée Gill, eine junge Ikone der indigenen Québecer Dichtung, ist eine von ihnen. Ein Gespräch zwischen ihr und Joséphine Bacon dokumentiert im Anhang dieses Buches das Zusammentreffen zweier Generationen.

Die Übersetzenden
Jennifer Dummer studierte französische Literaturwissenschaft in Mainz, Berlin und Montréal. Auf jennismusikbloqc.com und quelesen.com informiert sie über die Québecer Musik- und Literaturszene. 2019 war sie Goldschmidt-Stipendiatin. 2020 erschien ihre zweisprachige Anthologie Pareil, mais différent – Genauso, nur anders (dtv) mit Kurzgeschichten von frankokanadischen und Québecer Autor·innen.

Andreas Jandl übersetzt seit 2000 aus dem Französischen und Englischen, vor allem Belletristik und Dramatik. Zu seinen Übersetzungen zählen u.a. Werke von Daniel Danis, Nicolas Dickner, Christian Guay-Poliquin, Marie-Renée Lavoie, Jennifer Tremblay und Gaétan Soucy. Für seine Arbeit wurde er mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis (zusammen mit Frank Sievers) und dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.