J. D. Kurtness: Reiz der Rache


J. D. Kurtness beschreibt mit schwarzem Humor eine Killerin und vollbringt das Kunststück, sie uns sympathisch zu machen.

142 Seiten, lieferbar, Softcover mit Klappen


ISBN 978-3-948156-53-4

16,90

Share On:

Beschreibung

J. D. Kurtness

Reiz der Rache. Roman

Aus dem québecfranzösischen
von Jennifer Dummer und Andreas Jandl

 

„Ich sehe aus wie eine Krankenschwester, Sportlerin oder Buchhändlerin. Mein Gesicht ist mein bestes Alibi.“
„Gute Gründe finden sich ja immer. Das perfekte Verbrechen ergibt sich einfach so.“

Mit dreizehn möchte die Ich-Erzählerin einen unsympathischen Mitschüler ärgern.

Versehentlich tötet sie ihn.

Und ihr gefällt das.

Daraufhin beginnt sie immer gezielter, sich an Menschen in ihrem Umfeld zu rächen. Natürlich nur an solchen, die es verdient haben: achtlose Hundebesitzer und Autofahrer, der Vorstand eines Energiekonzerns, ein Vergewaltiger. Jede ihrer Racheaktionen ist perfekt geplant, erscheint immer wie ein Unfall oder Selbstmord.
Kurtness erzählt die Geschichte einer Killerin, die immer größere Coups vorbereitet und durchführt.

Denn nichts anderes hat für sie den Reiz der Rache.

J. D. Kurtness wagt es, mit viel schwarzem Humor eine gemeine, berechnende und kalte Erzählerin zu inszenieren, während sie das Kunststück vollbringt, sie uns sympathisch zu machen. Die Autorin steht für eine neue literarische Freiheit, die die Vielfalt der indigenen Stimmen Kanadas widerspiegelt.

Die Übersetzenden

Jennifer Dummer studierte französische Literaturwissenschaft in Mainz, Berlin und Montréal. Auf jennismusikbloqc.com und quelesen.com informiert sie über die Québecer Musik- und Literaturszene. 2019 war sie Goldschmidt-Stipendiatin. 2020 erschien ihre zweisprachige Anthologie Pareil, mais différent – Genauso, nur anders (dtv) mit Kurzgeschichten von frankokanadischen und Québecer Autor·innen.

Andreas Jandl übersetzt seit 2000 aus dem Französischen und Englischen, vor allem Belletristik und Dramatik. Zu seinen Übersetzungen zählen u.a. Werke von Daniel Danis, Nicolas Dickner, Christian Guay-Poliquin, Marie-Renée Lavoie, Jennifer Tremblay und Gaétan Soucy. Für seine Arbeit wurde er mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis (zusammen mit Frank Sievers) und dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.