Herwarth, Flora von: Mare nostrum. Sonate aus Salz


A4, 48 S., inkl. Audio-CD

Betrachtung einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt – mit Gedichten, einer Komposition und Fotografien.


ISBN 978-3-911617-30-7

15,00

Share On:

Beschreibung

Flora von Herwarth
Aeham Ahmad

Mare nostrum. Sonate aus Salz

Mit einer Audio-CD

Betrachtung einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt – mit Gedichten, Sonate und Fotografie.
Während die verschwommenen Fotografien für das viel zu wenig beachtete und viel zu schnell vergessene Schicksal der Zehntausenden Toten des Mittelmeers stehen, suchen die Gedichte von Flora von Herwarth und die Kompositionen des Pianisten Aeham Ahmad nach der menschlichen Kontur – der Hoffnung und Not, die Menschen zur Flucht bewegen, und ihr Leben riskieren lassen.
Das dreidimensionale Werk beleuchtet das Mittelmeer als Spiegel unseres Selbst, die Folgen der Kolonial- und Abschottungspolitik und unsere Zusammengehörigkeit als Menschen dieses Planeten.

Mitwirkende auf CD: Flora von Herwarth (Rezitation), Aeham Ahmad (Piano),

Flora von Herwarth, geboren 1981 in Wiesbaden, veröffentlichte in Anthologien und Literaturzeitschriften und war Preisträgerin des Literaturforums Hessen-Thüringen. Ihr Debütroman „Splitterzeiten“ erschien 2020 im KLAK Verlag und wurde 2021 für den Uwe-Johnson-Förderpreis nominiert. Nach „Das Marsyasprojekt. Was eins ward und innen“ und „Requiem viridem. Träume mich grün“ ist „Mare nostrum. Sonate aus Salz“ das dritte von Flora von Herwarth geschaffene Lyrikprojekt mit Musik und bildender Kunst. Die Trilogie ist in Einzelbänden im KLAK Verlag erschienen. Flora von Herwarth arbeitete in Entwicklungsprojekten in Chile und Nicaragua und war im Cambridge University Hospital als Hebamme tätig. Sie lebt als freie Autorin in Wiesbaden.

Aeham Ahmad, geboren 1988 in Damaskus, begann mit fünf Jahren das Klavierspiel, studierte es im Konservatorium in Damaskus und anschließend Musikpädagogik an der Baath Universität in Homs. Während im Bürgerkrieg ab 2013 auch das Flüchtlingsviertel Yarmouk umkämpft wurde, zog Aeham Ahmad mit seinem Klavier durch die Straßen und spielte auf öffentlichen Plätzen, vor allem für die verbliebenen Kinder. Als die Kämpfer des Islamischen Staates im April 2015 auch Yarmouk einnahmen und sein Klavier zerstörten, entschied er sich zur Flucht. Er überlebte die Überfahrt über das Mittelmeer nach Lesbos und gelangte über die Balkanroute im September 2015 nach Deutschland. Im Dezember 2015 wurde Aeham Ahmad mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte der Beethoven-Akademie, Bonn geehrt. Er entwickelte mit dem Edgar-Knecht-Trio das Album „Keys to Friendship“ und gewann mit demselben 2017 den Creole – Global Music Contest. Aeham Ahmad hat mit einer Vielzahl von MusikerInnen Alben kreiert und konzertiert als Pianist auf nationaler und internationaler Ebene. Nach seinem erfolgreichen Buch „Und die Vögel werden singen – Ich der Pianist aus den Trümmern“, erschienen weitere Bücher, darunter „Taxi Damaskus“, „Ankommen…!?“ und „Der Docht“. Für seine Integrationsarbeit erhielt Aeham Ahmad 2025 den Kulturpreis der Stadt Warburg.

 

 

Herwarth, Flora von (u.a.)