21.02.2026 | Sabine Schiffner bei KLAK im buch|bund

Lesung, Gespräch & Wein

mit Sabine Schiffner – Autorin, Übersetzerin

am 21. Februar 2026 | 19:30 Uhr

    KLAK im buch|bund | Sanderstr. 8 | 12047 Berlin

    Eine literarische Wanderung durch die vielen Kulturen und Religionen von Istanbul

    Sabine Schiffner
    Ay. Die Mondin
    Gedichte
    Ay ist das türkische Wort sowohl für der Mond als auch für die Mondin, denn bei Substantiven kennt das Türkische keine Geschlechter. Aber Ay steht auch für den Schmerzenslaut. Was die Mondin über Istanbul mit den Narben und Wunden der Stadt zu tun hat, erkundete die Dichterin auf ihren poetischen Streifzügen durch Istanbul, auf denen sie nicht nur immer wieder der Mondin begegnet, sondern sich auch auf die Spuren der großen Dichter der Türkei macht.

    kelebek
    du
    brauner schmetterling
    kommst aus dem häusermeer dem staubmeer
    dem schuttmeer dem zementmeer
    dem meer aus kirchen synagogen und moscheen
    dem straßenmeer dem treppenmeer…

    „Nur wenige Lyriker der Gegenwart riskieren so vorbehaltlos ein romantisches Setting wie die Dichterin Sabine Schiffner. Um der eigenen Emphase gegenzusteuern, streut sie gelegentlich ernüchternde Konterbande in ihre Gedichte. Aber gegen jede Ernüchterung triumphiert immer wieder die Sehnsucht nach dem poetischen locus amoenus.”
    Michael Braun, Tagesspiegel Berlin

    Sabine Schiffner wandert in ihren Gedichten durch die vielen Kulturen und Religionen von Istanbul, erlebt Bombenattentate und erinnert Progrome, begegnet der sapphischen Mondin und lässt die Turteltauben fliegen.

    Die Autorin

    Sabine Schiffner, geboren 1965 in Bremen, Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin. Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Pädagogik an der Universität zu Köln. Sie schreibt Gedichte, Romane und Hörspiele und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Für ihre Gedichte erhielt sie viele Preise und Ehrungen, unter anderem den Jürgen-Ponto-Preis und die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Sie hat seit 2018 sieben Bände mit Gedichten georgischer Lyrik ins Deutsche nachgedichtet und war auf Einladung des Georgian Bookcenter als Übersetzerin im Writer´s House in Tiflis. Ab 2021 lebte sie ein Jahr mit Stipendien in Istanbul. Dort entstand das Buch „Zeynep Suchen“ (Dagyeli Verlag, 2024), die Übersetzung des Gedichtbands von Erkut Tokman «Mehr Licht» und der Gedichtband „Ay. Die Mondin“ (KLAK Verlag, 2025).
    Für den KLAK Verlag hat sie außerdem Lyrik aus dem Georgischen nachgedichtet und aus dem Französischen übersetzt.
    www.sabineschiffner.de

    bei KLAK erschienen:

    20. Februar 2026 | 19:30 Uhr | Rike Reiniger bei GOLDA books and more

    BUCHPREMIERE UND GESPRÄCH

    am 20. Februar 2026 um 19:30 Uhr

      KLAK Verlag bei GOLDA books and more
      Anklamer Str. 39 | 10115 Berlin

      Buchpremiere
      24 Bilder pro Sekunde
      Lotte Reiniger – Pionierin des Trickfilms
      Biografischer Roman

      Berlin 1926: Glamouröse Schauspielerinnen, verrückte Filmregisseure, Skandal-Tänzerinnen und kommunistische Autoren drängen in den überfüllten den Saal der Volksbühne, um einen Märchenfilm zu sehen. Die junge Trickfilmkünstlerin Lotte Reiniger zeigt „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, den ersten abendfüllenden Trickfilm – eine Sensation! Im pulsierenden Kunstleben der Weimarer Republik wird sie mit ihren zauberhaften Silhouetten über Nacht zum Star.
      Fesselnd erzählt Rike Reiniger, wie die erste deutsche Trickfilmregisseurin ihren Traum vom Film verfolgt, von den glamourösen 1920er Jahren, über das Exil und die Nachkriegszeit. Wiedergefundene Briefe der außergewöhnlichen Künstlerin legen das Geheimnis ihres Lebens frei und eröffnen einen neuen Blick auf ihr Werk.
      Wie Lotte Reiniger für diesen Erfolg ihre Liebe zu einer Frau verschweigt und bis in die Rastlosigkeit des Exils ihren Traum von einem nächsten großen Trickfilm verfolgt, erzählt Rike Reinigers fesselnde Romanbiografie.
      Ein Panorama der Zeit quer durch ein Europa, geprägt von Hoffnung und Krise und dem Mut zu ständigen Neubeginn.

      „Nach einem letzten Bier und dem allerletzten Korn verabschieden sich die Kollegen in die Frühlingsnacht. Lotte steht allein auf dem freien Platz vor dem Theater. So müssen Geschichten also ausgehen? Auf der anderen Seite der Straße fließt dunkel und dreckig die Spree. Über die S-Bahn Brücke fährt ein später Zug und erschreckt die Vögel in ihrem Nachtquartier. Eine Lachmöwe fliegt kreischend davon. Lotte schaut ihr nach. Nein, Geschichten können auch anders ausgehen. Geschichten können davonfliegen.“

      Die Autorin

      Rike Reiniger, aufgewachsen in Bochum, arbeitete in einem Puppentheater, das den deutschsprachigen Raum bereiste, studierte in Prag und Gießen, gründete in Berlin eine eigene Compagnie, ging ins Engagement an verschiedene Theater in Sachsen und schreibt seit vielen Jahren erfolgreiche Theaterstücke. „24 Bilder pro Sekunde“ ist ihr Romandebüt. Durch Zugang zu Dokumenten aus der Familie konnte sie dem Bild der Ausnahmekünstlerin Lotte Reiniger bislang unbekannte Facetten hinzufügen. Rike Reiniger lebt in Berlin und Vorpommern.