Georgische Literatur heute
mit Teona Doleniashvili
+Nana Kamkamidze
Lesung, Gespräch und Wein
über Literatur und die Situation der AutorInnen und Verlage in Georgien nach über einem Jahr Demonstrationen für ein demokratisches Land.
Eintritt frei
28.01.2026 | 19:00 Uhr
KLAK im Buchbund
Sanderstr. 8
12047 Berlin
Teona Dolenjashvili wurde 1977 in Georgien geboren und studierte Journalismus und Filmregie an der Universität Tbilissi. Ihre mehrfach prämierten Kurzgeschichten erschienen seit 2003 und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihr Roman-Debüt „Memphis“ wurde 2009 mit dem Literaturpreis Saba als bester Roman des Jahres ausgezeichnet, bis heute sind vier Romane erschienen. Auf Deutsch erschienen bei KLAK der Roman „Memphis“ (2020) und eine Erzählung im Sammelband „Der Feigenbaum“.
Nana Kamkamidze, geboren 1998 in Georgien. Studium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Wohnt und arbeitet in Berlin zu den Themen Südkaukasus und Postsowjetischer Raum.
Über den Roman „Memphis“
Teona Dolenjashvili erzählt in ihrem Debüt von einem Leben zwischen Heimat und Fremde, das einen unerwarteten Sinn erhält. Ausgezeichnet mit dem Preis Saba für den besten Roman des Jahres.
Ana, aufgewachsen im Georgien der turbulenten neunziger Jahre, flieht vor den Schwierigkeiten ihres Landes und ihrer Einsamkeit. In der Schweiz heiratet sie den wohlhabenden Mark, der sie zu einer erfolgreichen, aber unglücklichen Künstlerin macht. Ihr gemeinsames Kind braucht ein Spenderherz, um überleben zu können. Auf der Suche kehrt sie in ihr Heimatland zurück, und gerät in die Fänge einer kriminellen Organisation, die mit Organen obdachloser Kinder handelt.
Mit der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens konfrontiert, lüftet sich gleichzeitig das Geheimnis ihrer in der Kindheit spurlos verschwundenen Mutter…
„Wie man sieht, muss ich noch vieles erleben, um zu begreifen, dass die Welt nicht zwischen Ländern und Kontinenten aufgeteilt ist, sondern zwischen Himmel und Erde. Zwischen dem Himmel, der abstrakt und unerreichbar ist, und der Erde, die auf den ersten Blick fest zu sein scheint, dich aber stets mit der Angst erfüllt, den Boden unter den Füßen verlieren.“
