Buchvorstellung und Lesung: Teufelsdutzend / Lyrik aus Litauen am 4. August

TEUFELSDUTZEND. Lyrik aus Litauen. Übersetzung von Markus Roduner

Erschienen im KLAK Verlag, 2022

4. August 2022 bei KLAK in der Fabrik, 19 Uhr
10999 Berlin, Paul-Lincke-Ufer 44a, 2. Hof, Haus A, 2. Etage

Buchvorstellung und Lesung: Teufelsdutzend / Lyrik aus Litauen am 4. August

Moderation und Lesung der deutschen Übertragungen: Markus Roduner (Übersetzer der Gedichte). Die Originaltexte lesen die litauischen Dichter*innen Aušra Kaziliūnaitė, Ieva Toleikytė, Marius Burokas und Saulius Vasiliauskas.

Aušra Kaziliūnaitė, geb. 1987, studierte Geschichte und Religionswissenschaften und promovierte 2020 zur Dr. phil. 2018 nahm sie am International Writing Program (IWP) in den USA teil und wurde von der Universität Iowa zur Honorary Fellow in Writing ernannt. Ihre Dichtung zeichnet sich durch die Verbindung von Visualität, Präzision der Form und ein philosophisches Verhältnis zur Welt aus, das nach dem Wesen der Dinge und Phänomene fragt. Bisher sind fünf Gedichtbände erschienen: „Pirmoji lietuviška knyga“ (Das erste litauische Buch, 2007), „20% koncentracijos stovykla“ (20% Konzentrationslager, 2009), „Mėnulis yra tabletė“ (Der Mond ist eine Tablette, 2014), „esu aptrupėjusios sienos“ (ich bin bröckelnde wände, 2016), „Jūros nėra“ (Es gibt kein Meer, 2021)). Die Dichterin wurde unter anderem mit dem Jurga-Ivanauskaitė-Preis ausgezeichnet. Ihre Gedichte sind bisher in 18 Sprachen übersetzt worden. 2018 erschien der Gedichtband „The Moon Is A Pill“ in der Übertragung des US-litauischen Dichters Rimas Užgiris. Kaziliūnaitė ist ein häufiger Gast von Festivals im In- und Ausland. Sie lebt und arbeitet in Vilnius.

Ieva Toleikytė, geb. 1989, studierte an der Universität Vilnius Skandinavistik und lehrte von 2015 bis 2018 skandinavische Literatur, Dänisch, Literaturtheorie und kreatives Schreiben. Sie debütierte 2009 mit dem Erzählband „Garstyčių namas“ (Das Senfhaus). 2020 erschien der Gedichtband „Raudonas slidus rūmas“ (Der rote schlüpfrige Palast). Sie lebt und arbeitet in Vilnius als Autorin und freie Übersetzerin aus dem Dänischen.

Marius Burokas (geb. 1977) ist Dichter, freier Schriftsteller, Übersetzer und Chefredakteur der „Vilnius Review“. Von seinen bisher vier Gedichtbänden wurde der zuletzt (2018) erschienene mit dem Titel „švaraus buvimo“ (sauberes sein) mit dem Preis des „Poesiefrühlings“ ausgezeichnet. 2018 erschien eine Gedichtauswahl unter dem Titel „Now I Understand“, in Englisch, 2021 „Найменші речі“ (Die kleinsten Dinge) mit ukrainischen Übertragungen seiner Gedichte. Für das Litauische Kulturinstitut stellte Marius Burokas die Anthologie „How the Earth Carries Us – New Lithuanian Poets“ mit zeitgenössischer litauischer Poesie in englischer Übersetzung zusammen. Seine Gedichte sind ins Polnische, Russische, Slowenische, Englische, Deutsche, Französische, Griechische, Niederländische, Ukrainische und andere Sprachen übersetzt, neun davon sind in deutscher Übertragung auf lyrikline.org zugänglich.
Burokas hat unter anderem Lyrik US-amerikanischer, kanadischer und australischer Dichter*innen wie Charles Simic, Walter S. Merwin, Gwendolyn MacEwen, Robinson Jeffers, Robert Bly, James Dickey, William Carlos Williams, Margaret Atwood, Michael Ondaatje, Hilda Doolittle (H.D.), Alan Dugan, Al Purdy, Charles Bukowski, David Malouf und Ted Hughes ins Litauische Übertragen. Zu den Prosaautoren, deren Werke er übersetzt hat, gehören James G. Ballard, Woody Allen, Sherman Alexie, Hunter S. Thompson, Charles Bukowski, Philip Roth, John Updike und Jeanette Winterson.
2001 nahm Marius Burokas am International Writing Program in Iowa teil. Er lebt und arbeitet in Vilnius.

Saulius Vasiliauskas (geb. 1989) ist Autor und Literaturwissenschaftler in der Abteilung für zeitgenössische Literatur am Institut für litauische Literatur und Folklore. Er lebt in Vilnius, wo er mit literarischen und kulturellen Initiativen in Erscheinung tritt. 2020 gewann Vasiliauskas den traditionellen Wettbewerb des Verlags des Litauischen Schriftstellerverbands „Das erste Buch“, sodass im selben Jahr der Band „Dabar aš ramiai papietausiu“ (Jetzt esse ich ruhig zu Mittag) daselbst erschien. Er schreibt auch regelmäßig für die „Vilnius Review“.