KLAK leselust | Literatur und Sachbuch

Draghincescu, R.: Die Fee der Teufel. Roman

 

ISBN: 978-3-943767-91-9

 

lieferbar, Klappenbroschur, 338 S.

 

16,90 €

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Rodica Draghincescu

 

Die Fee der Teufel. Das Tagebuch, das seine Leser tötet

Roman

Aus dem Rumänischen von Eva Ruth Wemme

 

„Hey, nicht schüchtern sein, Schwester, Kopf hoch! Mann, du bist weder von der Securitate, noch eine Hure, noch eine Diebin, eine Schmugglerin. Nicht rot werden. Nicht nach unten gucken, denke ich, du bist hier wegen eines Stipendiums, du bist ok, du bist in Ordnung, nur Mut, Schluss jetzt, los geht’s, hau auf den… (…)!“

Eine rumänische Autorin. Dank eines Stipendiums plötzlich zwölf Monate in einem deutschen Schloss, mit Telefon und Internet als Folterinstrumente der Einsamkeit. Wäre da nicht die romantische Beziehung mit dem jungen Friedrich Schiller, der Jahrhunderte zuvor im gleichen Zimmer wohnte. Beide vereint in ihrer Revolte gegen die Welt. Für ihr Tagebuch erfindet und erinnert sie turbulente Geschichten, von ihrer Tante Uța, der Ceaușescu-Zeit und den Jahren danach, als die Menschen dem versprochenen Glück nachrannten, eine Bestandsaufnahme in Europa zwischen Ost und West.
Rodica Draghincescu macht reinen Tisch, originell, scharf, wütend, mit leidenschaftlicher Stimme und derbem Humor.

 


Fruchtman, R.: Jerusalemtag

 

ISBN: 978-3-943767-40-7

 

lieferbar, Klappenbroschur, 262 S.

 

auch als E-Book erhältlich.

16,90 €

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Ruth Fruchtman

 

Jerusalemtag

Roman

 

Juni 1967: Roma Kahn bringt in London ihren Sohn David zur Welt. Tausende Kilometer entfernt marschiert zur gleichen Zeit im Sechs-Tage-Krieg die israelische Armee in Ostjerusalem ein und besetzt die Altstadt. Die Folgen dieser in Israel als Jerusalemtag gefeierten Aktion prägen fortan die Lebenswege der Familie Kahn.

Jahrzehnte später blickt Roma zurück. Auf ihre Jahre in England und Deutschland, auf Beziehungen und Ereignisse, aus denen es kein Entrinnen gibt. Sie denkt nach über den Zionismus, der sie beeinflusst und verändert hat. Über ihre Familie in Israel und deren konträre Sichtweise auf die Palästinenser. Und über ihren Sohn David, der völlig eigene Wege geht. Die Begegnung mit der Holocaustüberlebenden Chaja Fejgel konfrontiert sie mit einer bisher undenkbaren Tat.

Wie ein Seismograph zeigt Ruth Fruchtman in ihrem neuen Roman Jerusalemtag ihre Meisterschaft, präzise und lebendig zu erzählen, wie Geschichte unser Leben und Lieben bestimmt.


Lachmann, P.: Wie ich (nicht) vertrieben wurde

 

ISBN: 978-3-943767-94-0

 

lieferbar, 576 Seiten, Klappenbroschur, Format 20 x 13,5

19,90 €

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Peter Lachmann

 

Wie ich (nicht) vertrieben wurde

Ein Schelmenessay

Herausgegeben von Małgorzata A. Bartula

 

Ein Jahrhundert wird besichtigt. Der Held dieses Schelmenessay ist das sich erinnernde Gedächtnis selbst. Jenes des Peter (Piotr) Lachmann, das ein komplexes Leben und Werk in der Gänze seiner Jahre von 1935-2018 Revue passieren lässt.

Geboren vor dem deutschen Überfall auf Polen im damals deutschen Gleiwitz, nach dem Krieg nicht geflohen oder vertrieben wie viele seiner Landsleute, blieb er seiner Wahlheimat Polen bis heute treu. In schillernden Miniaturen erzählt er vom Leben in zwei Diktaturen, zwischen zwei Sprachen, seiner Kunst, seinen Freunden und Bekannten, der großen und kleinen Politik in und zwischen Polen und Deutschland. Und erschafft ein Zeitdokument ersten Ranges.

Höchst brisant wird das Buch dadurch, dass er die aktuellen Ereignisse und Verwerfungen in der polnischen Demokratie mit scharfer Zunge analysiert und quasi die Operation am offenen Herzen des demokratischen Gemeinwesen einzuordnen versucht – bis zum April 2018.

Wahrlich, dieser unverschämt freie, schelmische Geist, unmäßig kalauernd, wortspielerisch und sprachwandlerisch bereitet uns ein unbändiges Geistes- und Lesevergnügen.

 

Peter Lachmann hat ein Genre des autobiographischen Schreibens erfunden und realisiert und damit sofort auch unmöglich gemacht. Er verleiht ihm seine Reife und Würze: der Schelmenessay als Form der autobiographischen Darstellung, der biographischen Selbstdarstellung, der schelmologischen Biographie. Man mache es ihm nach und breche sich nicht den Hals.

Prof. Rudolf Helmstetter, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität Erfurt

 

Für mich ist das Buch trotz seines Untertitels der Roman einer enttäuschten Liebe zu einem Land (aber nicht allen seinen Leuten), dessen internationales Kennzeichen mit meinem Monogramm identisch ist. Heute freut mich das nicht mehr so wie einst. Die bittere Wortasche verdeckt die glimmende Unterschicht allerdings nur notdürftig.

Peter Lachmann über sein Buch „Wie ich (nicht) vertrieben wurde“

 

Mit furiosem Parlando pflügt und hüpft und schwebt Peter Lachmann über die Äcker der Erinnerung des großen und kleinen Welttheaters. Die messerscharfe Bilanz eines Intellektuellen zwischen dem Deutschen und dem Polnischen und seinen Verwicklungen, Verwirrungen und Verwerfungen aus den Jahren 1935-2018.


Pepper, J.: Gespräche über Polnische Fotografie

 

ISBN: 978-3-943767-39-1

 

lieferbar, 318 Seiten, Klappenbroschur, Format 23 x 15,5

20,00 €

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Jens Pepper

 

Gespräche über Polnische Fotografie

Interviews

 

Fotografie spricht eine universale Sprache. Fotografie, Fotogalerien und bildgewaltige Magazine erleben einen enormen Boom. Polens Fotoszene jedoch ist in Deutschland weitgehend unbekanntes Terrain. Zu Unrecht, sind doch die Akteure dieser Szene wichtige Seismographen und Chronisten ihrer Zeit. Jens Pepper schließt diese Lücke und versammelt dreißig sehr persönliche Gespräche mit den wichtigsten polnischen Fotografen, Künstlern, Galeristen, Verlegern, Sammlern und Kuratoren der letzten Jahre. Aus erster Hand erfährt der Leser das Wesentliche über die aktuelle polnische Reportage- und Dokumentarfotografie, die Fotografie in den Bereichen Mode, Lifestyle, Werbung, Theater und Portrait. Er erhält Einblicke in die Galerienszene und den polnischen Fotomarkt im Allgemeinen. Und ganz nebenher bekommt der Leser einen Schnellkurs in polnischer Gegenwartsgeschichte geboten, die maßgeblich die persönlichen und künstlerischen Lebenswege der Interviewten geprägt und beeinflusst hat.

 

Krzysztof Candrowicz • Wiktor Dąbkowski • Jacek Dehnel • Agnieszka Dwernicka • Alicja Dobrucka • Aleksandra Fedorowicz-Jackowska • Krzysztof Gierałtowski • Łukasz Gorczyca • Aneta Grzeszykowska • Paweł Jaszczuk • Ryszard Horowitz • Magda Hueckel • Grzegorz Kosmala • Zuza Krajewska • georgia Krawiec • Rafał Lewandowski • Rafał Łochowski • Adam Mazur • Katarzyna Mazur • Rafał Milach • Chris Niedenthal • Jens Pepper • Karolina Puchała-Rojek • Katarzyna Sagatowska • Grażyna Siedlecka • Tomek Sikora • Michał Szlaga • Ilona Szwarc • Marta Szymańska • Wiktoria Wojciechowska • Janek Zamoyski • Paweł Żak


Filip, E.: Nichtschweigen. Im rumänischen Gulag

 

ISBN: 978-3-943767-89-6

 

lieferbar, Klappenbroschur, 334 S., 2018

16,90 €

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Eva Filip

 

Nichtschweigen. Im rumänischen Gulag

Roman. Mit einem Nachwort und einem Glossar

 

Rumänien 1956. In Temeswar revoltieren die Studenten, wie im benachbarten Ungarn, gegen die kommunistische Herrschaft. Daniel Stein, Student am Polytechnikum, wird 1958, kurz vor dem Abschlussexamen, von der berüchtigten Geheimpolizei inhaftiert und wegen Nichtanzeige staatsfeindlicher Diskussionen verurteilt. Der Prozess ist eine Farce, aber wie für Tausende andere beginnt für ihn eine Odyssee durch die absurde Hölle der kommunistischen Gefängnisse und Arbeitslager. Vor der Entlassung muss er sich verpflichten, über seine Erlebnisse zu schweigen. Aber er legt Zeugnis darüber ab, wie es ihm gelang, mit Hilfe Gleichgesinnter und der Kunst – der klassischen Musik, Literatur, Philosophie und Malerei - Folter, Krankheit und Zwangsarbeit zu überstehen.

Eva Filips Roman erzählt von einer ganzen Generation in den schlimmsten Jahren der rumänischen Diktatur, über menschliche Niedertracht und Größe sowie die Kraft der Kultur.

Erschütternd, aufwühlend und wahrhaftig.

 


Ruşti, D.: Das Phantom in der Mühle

 

ISBN print: 978-3-943767-46-9

ISBN Ebook: 978-3-943767-82-7

 

lieferbar, Klappenbroschur, 412 S., 2017

16,90 €

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Doina Ruşti

 

Das Phantom in der Mühle

Roman

Aus dem Rumänischen von Eva Ruth Wemme

 

Adela Nicolescu findet in einer Buchhandlung zufällig einen Roman, in dem sie ihre Familiengeschichte erkennt. Die Suche führt zurück in ihr Heimatdorf. In einer verlassenen Mühle war ein mysteriöser Mord geschehen. Menschen verschwanden auf unerklärliche Weise. Die Dörfler glauben an ein Phantom, das ihr Schicksal dirigiert und sich in jeder Seele auf eigene Weise zeigt.

Doina Ruşti folgt aus verschiedenen Blickwinkeln einer Vergangenheit, die keine Ruhe gibt. Wie mit einer Kamera leuchtet sie das Dorf Comoșteni und seine Bewohner aus, spinnt ein feines Netz ihrer Beziehungen und alltäglichen Geheimnisse, Hoffnungen und Ängste. Verdichtet in einer Osterwoche des Jahres 1986, entfaltet sie ein Panorama des Lebens unter einer Diktatur, das weit über die historische Zeit hinaus aktuell ist.

 

Eine Parabel über das 20. Jahrhundert - magisch, dämonisch und grotesk.

 

Ausgezeichnet mit dem Prosapreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes!

 

«Liegt ein Roman vor, der die ganze Dämonie der Securitate ergründet.

Doina Rustis Buch bietet einen gegen viele literarischen Usancen widerständigen Zugang zur Biografie Rumäniens im 20. Jahrhundert.»

Markus Bauer, Neue Zürcher Zeitung 

 

«Diese Mühle, eine axis mundi, das Zentrum, die Feuerstelle und Obsession des Dorfes, in der man keine Ahnung hat, ob man den Engel oder den Teufel trifft, diese Mühle ist der Ort, an dem ein Mord geschieht: ein gewisser Max, ein Epileptiker, wird aus Versehen getötet. Jeder ist verpflichtet zu schweigen und wird zum Komplizen des Mörders. Wir waren alle Komplizen dessen, was uns definiert und bestraft hat. Das ist das Gleichnis vom Kommunismus.»

Dan C. Mihăilescu, Literaturkritiker, ProTV

 

«Das Fabelhafte, das Wunderbare, das Übernatürliche überlagert sich mit dem Alltäglichen. Die dämonische Geschichte jener schrecklichen Jahrzehnte in Rumänien erzählt aus der Perspektive eines isolierten Dorfes.»

Daniel Cristea Enache in România literară

 

«Auf sehr kluge Weise spiegeln sich die Ereignisse der großen Geschichte in der kleinen, in der Familienchronik, die Doina Ruşti mit scharfer Wahrnehmungsgabe und Sinn für Atmosphäre und Sprache erzählt.»

Horia Gârbea in Săptămâna financiară

 

«Ein Roman von epischer Kraft, in dem die prägnante Beobachtung, die präzise Beschreibung und die wohltuend zurückhaltende Lyrik eine faszinierende Geschichte hervorbringen.»

Gabriela Georghişor in Dilemateca


Ruşti, D.: Freitagskatze

 

ISBN: 978-3-943767-90-2

 

lieferbar, Klappenbroschur, 356 S., 2018

16,90 €

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Doina Ruşti

 

Freitagskatze. Das Buch der bösen Gerichte

Roman

Aus dem Rumänischen von Roland Erb

 

Das Mädchen Knirps alias die Hexe Freitagskatze kommt zu ihrem Onkel, dem ehrwürdigen Zauberer Zăval in die lebendige Stadt Bukarest. Aber sie findet ihn ermordet, und sein geheimes „Buch der bösen Gerichte“ ist spurlos verschwunden. Der erfindungsreiche Silică, ein leibeigener Koch, erweckt zur gleichen Zeit, Ende des 18. Jahrhunderts, mit seinen auserlesenen Speisen die Begierden aller Feinschmecker. Das Verzehren seiner Gerichte kann zu einer gefährlichen Ehrlichkeit führen, zum Wahnsinn oder unaufhörlichen Lachen. Mit all ihrer Magie und Hexerei versucht Knirps, in den Besitz des Buches zu kommen und den Mörder des Onkels zu finden. In einer bunten Gesellschaft voller Leidenschaften, Verbrechen und Intrigen hat sie viele Abenteuer zu überstehen. Wie die schöne Bojarin Greceanu ist sie in einen französischen Diplomaten verliebt. Auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Familie scheint ein unscheinbarer Stadtplan die einzige Quelle zu sein, die sie schließlich in die Stadt Leipzig führt...

Ein spannendes Buch voller Farben, Magie und kulinarischen Seltsamkeiten.

 

„Heute Nacht werden das teuflische Verderben und die Klinge des bitteren Endes über uns kommen, und ihr Name aus Unheil und Ketzerei lautet Freitagskatze. Ein Wesen, aus der Hölle entwichen! Freitagskatze wird Einzug halten in unserer Stadt!“

 

„Das Leben als Koch war sein Weg zum Glück. Denn ein Essen ist nicht nur die Nahrung, die das Fleisch des Menschen anwachsen lässt, sondern eine Mischung von Taten und Gerüchen, eine totale Zeit, in der es vom Leben mit allen Begegnungen, Leidenschaften und Bestrebungen einer großen Zahl von Menschen strotzt. Und Silică entdeckte diese Wahrheit von selbst.“

 

 

Doina Ruști ist eine ausgezeichnete Prosa-Autorin, von großem Talent und Intuition.

Norman Manea, Schriftsteller

 

Ein stilistischer Jubel, vitale Literatur, genau wie Patrick Süskind's Parfüm.

Dan C. Mihăilescu, Humanitas Cișmigiu

 

Eine Atmosphäre, die so stark ist, dass sie dir lange nach dem Schließen des Buches folgt.

Bianca Burța-Cernat, La Observator Cultural


Wollschläger, N.: In der Hitze des Kalten Krieges

 

ISBN: 978-3-943767-85-8

 

lieferbar, Klappenbroschur, ca. 388 S., 2018

16,90 €

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Norbert Wollschläger

 

In der Hitze des Kalten Krieges

Roman

 

Berlin im Juli 1952. Wochenlang Sonne und wolkenlos blauer Himmel. Doch in der geteilten Stadt herrscht Kalter Krieg zwischen den Siegermächten über Nazideutschland. Den Westmächten - Briten, Amerikanern und Franzosen - steht die Sowjetunion mit dem Ostblock gegenüber. Ein Kampf mit Worten und Waffen, mit Subversion, Sabotage und Spionage, dem keiner entkommt. Während hunderttausend Ostzonenflüchtlinge nach West-Berlin strömen, wird dort der Jurist Walter Linse gekidnappt und in den Ostteil der Stadt verschleppt.

Hautnah verfolgt Norbert Wollschläger dieses spektakulärste politische Verbrechen jener Jahre. Er blickt über die Sektorengrenzen hinweg in die Schattenwelt der Geheimdienste und in Wohnzimmer, Cafés und Redaktionsstuben. Er folgt dem Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter und dem jungen Abgeordneten Willy Brandt, schaut dem Polizeipräsidenten über die Schulter und begleitet eine Bande von Kindern, die ihre eigenen Abenteuer suchen. Packender ist das Schicksal Walter Linses und der Berliner Alltag im Kalten Krieg der 1950er Jahre niemals erzählt worden.

 

„Acht Tage im Juli 1952: Der Jurist Walter Linse wird in Westberlin entführt und in den Ostteil der Stadt verschleppt. Sechs Schulfreunde helfen bei der Suche nach den Tätern. Norbert Wollschläger erzählt die Geschichte wie einen Krimi und macht dadurch das Berlin des frühen Kalten Krieges wieder lebendig – präzise recherchiert, atmosphärisch dicht und hoch spannend. Sehr lesenswert.“

Dr. Bettina Greiner

Koordinatorin des Berliner Kollegs Kalter Krieg

 


Jandieri, K.: Globalisierung. Eine georgische Geschichte

 

ISBN: 978-3-943767-93-3 

lieferbar, Klappenbroschur, 110 S., 2018

15,00 €

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Kote Jandieri

 

Globalisierung. Eine georgische Geschichte

Erzählung

Aus dem Georgischen von Natia Mikeladze-Bachsoliani

 

„Kennt ihr den Witz von dem Mann aus Kametschaantkari?“ So beginnt die Erzählung des betagten Mannes aus der Region Kachetien. Er fabuliert darüber, wie der Tumult der Welt und des ganzen Landes – vom Beginn der Sowjetzeit bis in die 1990er Jahre - die Bewohner eines kleinen Dorfes im Kaukasus ereilt. Warum es dort zwar nach Stalin und Kommunismus einen westlichen Supermarkt gibt, man jedoch nicht den berühmten georgischen Büffelkäse kaufen kann. Die Bewohner des Dorfes sind Überlebensjongleure, allen voran seine lebenspralle Schwester Anitschka, die am eigenen Leib erfährt, wie die Globalisierung neue Unfreiheit und Intoleranz generiert. Kurzum, alles, außer den Bergen des Kaukasus, hat sich verändert.

 

Das Werk verdient es, den Lesern auf der ganzen Welt bekannt zu werden.

M. Kharbedia, Radio Liberty

 

Ein Meisterstück georgischer Kurzprosa! und zugleich ein phantasievoll erzählter Crashkurs in georgischer Kultur und Geschichte und zugleich eine Parabel über die Globalisierung.


Bakanidze, L.: Das dritte Ufer

 

ISBN: 978-3-943767-86-5

 

lieferbar, Klappenbroschur, 284 S., 2018

16,90 €

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Luka Bakanidze

 

Das dritte Ufer

Roman

Aus dem Georgischen von Katja Wolters

 

Man nennt sie die Karussellleute und sie besitzen nichts. Mit Straßenmusik verdienen sie ihr täglich Brot: Zigaretten, Zitronen, Drogen und Schnaps. Der gestrandete Ex-Student Gioland und seine Freunde: der Gitarrist Alexander, die Tattoo-Künstlerin Nea und der aidskranke Markus. Ihr Zuhause sind die U-Bahn, verlassene Plätze und Parks. Wie streunende Kinder, jagen sie durch die Szenen der Stadt, immer auf der Flucht vor der Polizei und der Suche nach dem ultimativen Kick. Im Underground, am Rande der Sexindustrie, des Drogenhandel und der virtuellen Welt. Nur durch einen trüben Schleier nehmen sie den fundamentalen Wandel der 1990er Jahre ihres Landes als leeres Versprechen und Lüge wahr, die politischen Kämpfe und die militärische Besatzung durch den russischen Nachbarn. Der als kultureller Durchbruch der aktuellen georgischen Literatur gefeierte Debüt-Roman von Luka Bakanidze spiegelt die Schattenseite des Lebens mit lakonischem Slang und in absoluter Wahrhaftigkeit aus der Perspektive der Außenseiter.

 

„So ein ehrliches und natürlich erzähltes Buch hat man in Georgien lange nicht mehr geschrieben“.

Zurab Karumidse, Literaturmagazin Tsiskari

 

„Selten ist der erste große Roman eines Autors so erfolgreich. Der Autor verwendet Slang und obszöne, sogenannte unliterarische Sprache, ohne jedoch in Vulgäres oder Geschmackloses abzugleiten. Der Roman erzählt die wundersame und interessante Geschichte von großer Entfremdung und großer Liebe, von großem Abgrund und großer Unschuld.“

Tamar Juruli, Literaturuli Gazeti (Literarische Zeitung)


Ališanka, E.: Risse. Streifzüge und Fluchtpunkte

 

ISBN: 978-3-943767-76-6

 

lieferbar, Klappenbroschur, 272 S., 2017

16,90 €

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Eugenijus Ališanka

 

Risse. Streifzüge und Fluchtpunkte

Essays

Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig

 

„Wir sind aus Sibirien zurückgekehrt. Ich bin zwei.“ Der Einbruch des Politischen ins Private verursacht den ersten Bruch im Leben des Litauers Eugenijus Ališanka. In seinem neuen Essayband wird über die nachfolgenden fünf Jahrzehnte weniger linear und faktografisch, als vielmehr mit einer faszinierenden

Fabulierkunst erzählt. Ausgehend von Lebenserinnerungen in seiner Heimatstadt Vilnius erkundet er mit feinsinniger Wahrnehmung Städte und Räume, erzählt

von Abenteuern und Menschen und webt mit erfrischend abgründiger Sprache phantasiereiche assoziative Netze. Das Buch lässt sich auf unterschiedlichen Ebenen lesen: als Lebensgeschichte des Autors, als existenzielle Reise zu sich selbst oder als kulturelle Selbstverortung zwischen Herkunft und globaler Welt.

Die Essays von Ališanka sind von sanfter Ironie, elegant und weitsichtig. Das literarische Werk eines reifen Autors, das den Vergleich mit den Besten seines Genres nicht scheuen muss.

 

 


Vilutis, M.: Die Suppe

 

ISBN: 978-3-943767-75-9

 

lieferbar ab März 2017, Klappenbroschur, ca. 160 S.

16,90 €

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Mikalojus Vilutis

 

Die Suppe

Essay über das Leben

Aus dem Litauischen von Cornelius Hell

 

„Ich finde ein Ereignis aus dem Leben und nehme dieses wie ein Fleischer aus – ich studiere, erforsche, durchdenke es. Mein Ziel ist nicht, irgendwelche Wahrheiten auszusprechen, sondern den Prozess des Denkens zu genießen. Im Buch sage ich, dass die Welt die schönste von Gott geschaffene Reality-Show ist. Es ist sehr interessant, die Welt zu beobachten […].“

Vilutis nennt seine Texte „Überlegungen“, die er veröffentlichte, „um endlich die Gedanken loszuwerden, die meinen Kopf verstopften“. Leser, die diese „Suppe“ kosten und ihren Sinn für Humor noch nicht verloren haben, finden hier ungewöhnliche Gewürze und Zutaten: Vilutis verfeinert sein Werk mit vielen bunten Eindrücken, allesamt Abenteuer, die er im Laufe seines Lebens gesammelt hat. Er hadert und parliert im Dialog mit Gott, dem gegenüber sich Vilutis klar positioniert. Und selbstverständlich hat er sein Buch selbst illustriert.

 


Andradi, Esther: Mein Berlin. Streifzüge durch eine Stadt im Wandel

 

ISBN 978-3-943767-59-9

 

lieferbar, Klappenbroschur, 162 Seiten

14,90 €

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Esther Andradi

 

Mein Berlin. Streifzüge durch eine Stadt im Wandel

Aus dem Spanischen von Margrit Klingler-Clavijo

 

Ob es um einen alten Hut, ein Schiff namens “Amor” oder die Stolpersteine geht, die Zeit der Teilung oder das Erwachsenwerden des wiedervereinigten Berlin: mit ihrer feinen Sprache findet Esther Andradi im Alltag Berlins immer das besondere 

Detail. In ihren Streifzügen, die zwischen 1983 und 2014 in Peru, Argentinien und Mexiko erschienen, zeichnet Esther Andradi die gewaltigen urbanen Veränderungen der kosmopolitischen Stadt nach. 

Wir lesen auch persönliche Porträts über Frida Kahlo, Rosa Luxemburg und Christa 

Wolf, den spanischen Maler Josep Renau sowie ein Gespräch mit der Berliner Rechtsanwältin Seyran Ateş, oder erfahren, was Buenos Aires mit dem legendären Film “Metropolis” von Fritz Lang zu tun hat. Ein sensibler und ungewöhnlicher Blick auf eine Stadt im permanenten Wandel. 

 

Ich bin eine Lateinamerikanerin, die vor Ort vom Davor und Danach des Zusammenbruchs erzählt. Gleichsam als Weiterführung der alten Sitte, Briefe zu schreiben, bezeugen diese Texte meine Perplexität und mein Staunen und evozieren eine Stadt und ihre Menschen aus den Ritzen heraus, die sie berühmt machten. 

Esther Andradi 

 

"Ein Blick der Verblüffung, Staunen, Abenteuerlust: Momentaufnahmen über Berlin, die wunderschön geschrieben sind"

Pieke Biermann, Die Literaturagenten/ Radio Eins

 

“Mein Berlin” ist eine Hommage an Walter Benjamin und an alle, die nicht die Barbarei überleben konnten. Texte wie die Stolpersteine der Erinnerung.  Eine Kunst: zu leben, zu schreiben. 

A propósito de Mi Berlín de Esther Andradi, Diana Paris 


Andradi, Esther: Mikrokosmen. Microcósmicas

 

ISBN 978-3-943767-88-9

 

lieferbar, Klappenbroschur, 128 Seiten

15,00 €

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Esther Andradi

 

Mikrokosmen. Microcósmicas

zweisprachig deutsch-spanisch

Aus dem argentinischen Spanisch von Raquel Sutter

 

Schreiben ist

sich anlegen

mit dem Chaos.

 

Escribir es meterse

con el caos

Esther Andradi

 

In den Microkosmen fliegt die Ironie, die Lyrik, die Verspieltheit, das Paradox und das visuelle Bild.

Jorge Boccanera, argentinischer Dichter

 

Dieses Buch spricht über die Schöpfung in all ihren Sinnen: die des Lebens und des künstlerischen Schaffens, das unter anderen möglichen Artikulationen die Verbindungen (zwischen Lebewesen, Menschen und Tieren) und der Vergangenheit durch Erinnerung beinhaltet. Es ist ein Buch, das von Tieren und Menschen bevölkert ist, geschützt oder hilflos in Chaos und Schöpfung, eingeschlossen im Microkosmos.

Sandra Bianchi, argentinische Autorin und Literaturkritikerin

 

Esther Andradi entwickelt die Welt aus dem Wort. Und die Welt ward Wort und das Wort wurde zur Welt.

Aus dem Nachwort von Ottmar Ette, Universität Potsdam

 

 


Ulbricht, A.: Maupassant

 

978-3-943767-79-7

 

lieferbar, 2017, Klappenbroschur, 246 Seiten

16,90 €

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Arne Ulbricht

 

Maupassant. Biografischer Roman

 

Bis heute gehört Guy de Maupassant (1850-1893) zu den meist gelesenen Klassikern der Weltliteratur. Aber wenig bekannt ist, was sich hinter der Fassade des Dandys und Frauenhelden verbirgt, der sogar die Prostituierten zu beeindrucken wusste. Der als Soldat im Krieg gegen Preußen achtzig Kilometer in Eiseskälte marschierte und den Krieg hassen lernte. Darüber hinaus war er ein vitaler Sportler, der sich mit seinen Freunden aus der Pariser Boheme vergnügte, während die Impressionisten die Landschaften der Normandie, das absinthgeschwängerte Paris und die Salons der Schönen und Berühmten auf der Leinwand festhielten. Von den literarischen Giganten Gustave Flaubert und Emile Zola wegen seiner Originalität und seinem Witz gefördert, war sein künstlerischer Durchbruch allerdings alles andere als ein leichtes Spiel.

Arne Ulbricht erzählt in seinem Roman, wie Guy de Maupassant zu einem der aufregendsten Schriftsteller der Literaturgeschichte wurde und entwirft das Panorama einer Epoche im Frankreich des Fin de Siècle. Spannend, unterhaltsam und glänzend recherchiert!

 

Fazit: ein zugänglicher, mitreißender Roman, der sowohl die zahlreichen Maupassant-Anhänger als auch diejenigen, die diesen Autor entdecken möchten, begeistern wird.

Laëtitia Oxoby in der Riviera-Zeit, 11/2017


Ulbricht, A.: Nicht von dieser Welt

 

ISBN 978-3-943767-58-2

 

lieferbar, 2016, Klappenbroschur, 290 Seiten

14,90 €

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Arne Ulbricht

 

Nicht von dieser Welt. Roman

 

Heinz ist ein Single, der gern liest, Schach spielt und seinen Hund verwöhnt. Ein Mann, der weder Handy noch Fernseher besitzt, nicht auf Facebook ist und sich nicht für Fußball interessiert. Seinen Lebenstraum, junge Menschen als Lehrer für Sprache und Literatur zu begeistern, hat Heinz eigentlich längst begraben…

Doch plötzlich steht er in einem Klassenraum eines Gymnasiums der Generation Selfie und WhatsApp gegenüber. Dort sitzen Olaf und seine Freunde, die die Schüler gegen Heinz aufwiegeln und vor keiner Eskalation zurückschrecken. Aber da sind auch sein skurriler Kollege Sker und vor allem zwei Schüler, die seinen Schutz brauchen. Vor einer Klassenfahrt hofft Heinz auf einen Neuanfang. Doch es kommt anders und Heinz entschließt sich, den Schülern in diesem Psychokrieg eine grausame Lektion zu erteilen.

Arne Ulbricht,  "der Mann, der kein Beamter sein will" (Rheinische Post), hat mit Nicht von dieser Welt das eindringliche Psychogramm eines Lehrers geschrieben, der aus seinem Scheitern verhängnisvolle Konsequenzen zieht.

 

Hier hat sich jemand etwas von der Seele geschrieben. Knallhart und eiskalt.

Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau

 


McAleer, K.: Berlin Tango

 

ISBN: 978-3-943767-68-1

 

lieferbar, Klappenbroschur, 264 Seiten

16,90 €

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Kevin McAleer

 

Berlin Tango. Roman

Aus dem Amerikanischen von Julia Ritter

 

Steve ist ein Amerikaner in Berlin und ein Mann in der Krise. Vor vielen Jahren hat er seine kalifornische Heimat gegen die deutsche Hauptstadt eingetauscht. Jetzt ist er an einem Punkt angelangt, an dem ihm alles Unbehagen bereitet. Nichts passt mehr: seine Arbeit, sein Umfeld, seine ganze Existenz. Nur beim Tangotanzen fühlt er sich lebendig. Als er eines Abends wieder dieser Leidenschaft nachgeht, lernt er die geheimnisvolle Sonja kennen, die an einem ähnlichen Lebensüberdruss zu leiden scheint. Hals über Kopf stürzt sich Steve in eine Affäre. Doch was als erotisches Abenteuer beginnt, wird zu einem Tiefenrausch der Gefühle, den er nicht für möglich gehalten hätte…

Vor der Kulisse des heutigen Berlin erzählt der Roman die Geschichte von Sehnsucht, Begierde und der Suche nach Liebe in einer Zeit, in der Facebook, Smartphones und Online-Kontaktbörsen den Takt im Tanz der Geschlechter vorgeben.

 

Ein Amerikaner in Berlin, ein Mann in der Krise, eine Amour fou im europäischen Zentrum des Tango!

 

"Die Suche nach echten gegenseitigen Gefühlen jenseits von reinem Sex."

Matthias Hanselmann, Deutschlandradio Kultur

 


Aufenanger, J.: Ein Sommer in Caputh

 

ISBN: 978-3-943767-67-4

 

lieferbar, Klappenbroschur, 132 Seiten

12,90 €

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Jörg Aufenanger

 

Ein Sommer in Caputh. Roman

 

Caputh ist ein von Wasser und Wald umgebenes Kleinod bei Berlin. Hier ließ sich Albert Einstein nieder und seit mehr als 150 Jahren überquert eine Seilfähre den Fluss Havel. Und auf dieser Fähre nimmt das Leben von Anton Henze einen unerwarteten Lauf. Seit Jahren verbringt der alte Westberliner die Sommer in seinem Ferienhaus und den Restaurants am See, gelegentliche Flirts inklusive. Aber eigentlich hat er die Sache mit den Frauen schon aufgegeben. Doch da begegnet ihm auf ebenjener Fähre die jüngere Irmtraud aus dem Ort, die sich nimmt, was sie will. Mit der Beschaulichkeit ist es vorerst vorbei.

Jörg Aufenanger erzählt mit Poesie und Witz von einem turbulenten Sommer einer späten Liebe. Wird sie bis zum Winter halten?

 

Ein wunderbar unaufdringlich leises und feines Liebhaberstück.

Sabine Vogel, Berliner Zeitung

 

Mit viel Witz und ein wenig Melancholie. Ein Mosaik aus lebensnahen Charakteren, tiefen Gedanken, knappen Dialogen und handfesten Taten. Frech, ehrlich, unmittelbar.

Frank Becker, Musenblätter

 


Videmšek, B.: Auf der Flucht

 

ISBN 978-3-943767-70-4

 

lieferbar, Klappenbroschur, 364 Seiten

16,90 €

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Boštjan Videmšek

 

Auf der Flucht. Moderner Exodus ins gelobte Land

Reportagen

Aus dem Slowenischen von Andrea Leskovec

Mit Fotos von Jure Eržen

 

Dieses Buch beginnt im Herbst 2005 an der Grenze zwischen Marokko und Spanien, wo erstmals ein Zaun aus Stacheldraht errichtet wurde, und endet im Sommer 2016 im Herzen der Europäischen Union.

Eine bewegende Erzählung über die Migration aus den Ländern Afrikas, aus Afghanistan und Syrien, über Italien, Spanien, die Türkei und die Balkanroute. Basierend auf tausenden Interviews, zeigt es den Mut und die Verzweifl ung von Gefl üchteten, eingebettet in den globalen politischen Kontext. Boštjan Videmšek berichtet über Fluchtursachen, die Tragödien in den Flüchtlingslagern, das Sterben auf dem Mittelmeer, die Organisation der Schlepperbanden, Rassismus und Populismus in Europa, die Enthumanisierung individueller Schicksale und das Engagement der ehrenamtlichen Helfer, die menschliche Werte verteidigen.

DIESES BUCH VERLEIHT DEM THEMA EIN MENSCHLICHES GESICHT.

 

Zitate

»Gerade die Flüchtlinge und die Migranten haben uns, indem sie die Grenzen niedergerissen haben, gezeigt, dass die europäischen Grenzen niemals gefallen sind. Im Gegenteil.«

 

»Der syrische Krieg ist zu einer europäischen Geschichte geworden. Syrien ist auch zu uns gekommen und die ehemals exotisch anmutenden Flüchtlingsgeschichten gehören nun zu unserem Alltag.«

 

»Die Geschichte der Flüchtlinge wird auch eine Geschichte von morgen sein. Die Geschichte der Flüchtlinge ist eine Geschichte von heute. Die Geschichte der Flüchtlinge ist eine Geschichte von gestern. Schauen wir zurück. Dieses Buch erzählt nicht nur von ihnen. Dieses Buch erzählt von uns.«


Dogan & Wolf: Heimat unterwegs

 

ISBN: 978-3-943767-66-7

 

lieferbar, Klappenbroschur, 232 Seiten

14,90 €

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Dogan & Wolf

 

Heimat unterwegs. Roman

 

Noch vor der Mode der Nylonhemden aus Deutschland wurde Duran Durmus Dogan im Dorf Kerer geboren, von wo aus die Flüsse in den Euphrat münden. Wohin jahrhundertelang Menschen aus allen Himmelsrichtungen gekommen und wieder in die Fremde gegangen sind. Dorthin wo Arbeit ist, während die Familie zu Hause bleibt. Alle im Dorf haben ähnliche und lebenspralle Geschichten. Und Dogan sprudelt über davon, jenen, die er von den Vorfahren gehört und jenen, die der Hirtenjunge aus den Bergen auf seinem Weg in die Städte Europas erlebt hat. Zwischen Albträumen und Träumen geprägt durch die Gegensätzlichkeiten der Jahreszeiten und des Lebens. In Istanbul als Gymnasiast und Straßenverkäufer, als Wiener Student, Saisonarbeiter in der Schweiz oder Hafenarbeiter in Hamburg. In Berlin endlich nur als Träumer. Jäh unterbrochen vom harten Militärdienst in Ankara.

Dogan & Wolf erzählen von vergessenen Traditionen, Hoffnungen und der Sehnsucht nach neuen Horizonten. Und vor allem von der wunderbaren Offenheit unserer Biografien.

 

„Die Geschichte eines Suchenden, der immer in Bewegung ist, von den Ufern des Euphrat  bis in die Städte Europas. Eine humorvolle Beschreibung unseres tiefliegenden sozialen Wandels gepaart mit höchst aktuellen Themen  wie Zuwanderung und Zusammenkunft von Menschen, Kulturen und Welten.“

Shams Asadi, Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien


Nowak, W.: Das Herz der Nation

 

ISBN: 978-3-943767-50-6

 

lieferbar, Klappenbroschur, 374 Seiten

16,90 €

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Włodzimierz Nowak

 

Das Herz der Nation an der Bushaltestelle.

Polnische Reportagen

Aus dem Polnischen von Joanna Manc

 

„Jetzt gibt es kein Polen mehr. Es gibt nur noch Geld“ - sagt Danuta Pruszewicz, die ihren Sohn verloren hat. Er starb beim Arbeitsunfall in einer Bonbonfabrik, sein letzter Atemzug roch nach Schokolade.

Als die Familie Fragen stellt und sich um die Aufklärung seines tragischen Todes bemüht, hört sie entweder Ausflüchte oder stößt auf eine Mauer des Schweigens. Die zuständigen Behörden schieben den Fall hin und her, die Verantwortlichen in der Fabrik fühlen sich alles andere als verantwortlich, die Arbeitskollegen haben Angst zu reden. Im Arbeitszeugnis des Jungen steht der groteske Satz: „Das Arbeitsverhältnis wurde infolge des Todes des Mitarbeiters beendet.“

 

Für seine Reportagen aus den Jahren 1998-2013 reist Włodzimierz Nowak durch die polnische Provinz und besucht Orte jenseits der großen, glitzernden Städte. Dort, wo das Herz des Landes schlägt, trifft er auf Menschen, deren Leben sich nach der Wende 1990 dramatisch verändert hat. Er spricht mit verzweifelten Bergarbeiterfrauen, Kleinkriminellen, lebensmüden Teenagern, widmet sich ganz jenen Menschen, die zu den Verlierern dieser Wende gehören: den Verzweifelten, Gebrochenen, den Stolzen und Unbeugsamen. Und er erzählt von ihren Schicksalen - mit journalistischer Nüchternheit und auf berührende Weise.

 

Włodzimierz Nowak schreibt keine erbaulichen Geschichten, sondern nüchterne Reportagen, die einem zuweilen die Luft nehmen. Sein Interesse gilt denen, die nicht jeden Tag mit ihren Erfolgsgeschichten in der Zeitung stehen. Wer das Leben in Polen in manchen Regionen auf dem Lande und in den weniger erfolgreichen sozialen Schichten unsentimental kennen lernen möchte, Menschen in ihrem Alltag mit ihren Sorgen, ihrem Realitätssinn, zugleich aber auch mit ihren anrührenden Träumen und ihrer bewundernswerten Energie, immer wieder neue Anläufe zu nehmen und trotz allem für ihr Leben ein wenig Sinn zu erhaschen – der sollte zu diesem Buch greifen.

Gesine Schwan, Mitbegründerin und Leiterin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform


Masternak, Z.: Arme Hunde

 

ISBN: 978-3-943767-64-3

 

lieferbar, Klappenbroschur, 254 Seiten

 

14,90 €

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Zbigniew Masternak

 

Arme Hunde. Roman

Aus dem Polnischen von Sören Bollmann

 

Nicht jeder muss für ein paar Euro ins Ausland stapfen. Doch Zbigniew aus der trostlosen Provinz, der sich zum Schriftsteller berufen fühlt, hat gerade den Start ins Leben verpasst. Kaum ist er der polnischen Mafia entkommen muss er sich schon vor einem französischen Gericht verantworten. Ein romantischer Schurke, der nach Frankreich auswandert, um zu überleben, dazu noch in Begleitung seiner attraktiven Freundin Renata. Ständig voller optimistischer Illusionen, um erneut in Schönheit zu scheitern. Bis er in einem Pflegeheim Wiktor trifft, den Weltkriegsveteranen…

Mit Arme Hunde führt uns Zbigniew Masternak in das Milieu der europäischen Arbeitsmigranten. Abseits politischer Korrektheit erzählt er vom Überlebenskampf und davon, wie wir uns in Europa gegenseitig wahrnehmen. Eine Sozialsatire, in der sich Dreistigkeit mit Angst und Witz mit Bitterkeit vermischen. Zbigniew Masternak ist die Stimme der jungen Generation, die sich millionenfach auf die Suche nach Überleben und Glück in Europa und Übersee begeben hat.

 


Todorović, D.: Sopotin

 

ISBN 978-3-943767-77-3

 

lieferbar, Klappenbroschur, 159 Seiten

 

14,90 €

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Dana Todorović

 

Sopotin. Roman

Aus dem Serbischen von Elvira Veselinović

 

„Um Himmels Willen, das ist ja die reinste Schacheslästerung!” ruft der Schachgroßmeister Sopotin aus, nachdem er im Logowskoj-Park angekommen ist, um an einem mehrtätigen Turnier teilzunehmen. Denn ihn erwartet nicht der übliche intellektuelle Sport, sondern ein Wettbewerb mit ganz eigenen Regeln gegen eine

bunte Galerie von Gestalten, Sonderlingen und komischen Käuzen, die zusammen das Volk repräsentieren. Eine Menschengruppe wie diese hatte er noch nirgendwo gesehen, geschweige denn gegen sie gespielt. Was für eine metaphysische Welt entrollt sich vor dem Leser in jenem Logowskoj-Park mit seinem Uhrenturm und den Glocken, mit den skurrilen Szenen-und den Dämonen, die den Helden an seine Grenzen bringen? Fest steht, dass niemand, der seinen Fuß hier hineinsetzte, dem Park entkam, ohne seine Aufgabe bis zum Ende zu erfüllen.

Dana Todorović verwebt drastischen Humor à la Gogol und die Dunkelheit der menschlichen Seele in einer Atmosphäre der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts.

Ein Lesevergnügen! 

 


Dermutz, K.: Sepsis


ISBN: 978-3-943767-56-8


lieferbar, Klappenbroschur, 192 Seiten


14,90 €

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Klaus Dermutz

 

Sepsis. Roman

 

Der 51-jährige Bibliothekar Julian Stiche erkrankt an einer Sepsis. Zehn Tage befindet er sich auf der Intensivstation zwischen Leben und Tod. Neben der körperlichen Krise muss er mit einer seelischen Erschütterung zu Rande kommen. Freunde und Verwandte, Ärzte und Therapeuten helfen ihm, den Weg zurück in den Alltag zu finden. Der Zusammenbruch lässt Julian Stiche die Grundfragen der menschlichen Existenz stellen. Die tibetische Philosophie hilft ihm, Verlust und Niederlage auf sich zu nehmen. Im Roman Sepsis erzählt Klaus Dermutz von einem Leben in gewandelter Form.


Dermutz, K.: Tadeusz Kantor. Das Brett der letzten Rettung

 

ISBN: 978-3-943767-51-3

lieferbar, 152 Seiten, Klappenbroschur

20,00 €

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Klaus Dermutz

Tadeusz Kantor. Das Brett der letzten Rettung. Interviews und Texte.

Mit Fotografien von Marianne Fleitmann und Günther K. Kühnel

 

Tadeusz Kantor wurde am 6.4.1915 in Wielopole Skrzyńskie geboren und starb am 8.12.1990 in Krakau. Der weltweit bewunderte Theater-Regisseur und Künstler thematisierte die Schrecken und die Gräueltatendes 20. Jahrhunderts. Mit der Gründung des Teatr Cricot² (ein Anagramm von to circ – »das ist Zirkus«) im Jahr 1955 befreite Kantor das Theater von der Dominanz des Textes und attackierte die Einfallslosigkeit der offiziellen Bühnen. Die Tote Klasse erhielt Einladungen rund um den Globus und wurde über 1500 Mal gespielt. Auch die nächsten Inszenierungen Wielopole, Wielopole (1980), Die Künstler sollen krepieren (1985), Ich kehre hierher nicht mehr zurück (1988) und das postum aufgeführte Spektakel Aujourd’hui c’est mon anniversaire (1991) bekräftigten den internationalen Ruf. In seinem »Theater des Todes und der Liebe« gedachte Tadeusz Kantor der Chassidim, der frommen Ostjuden. Die Installation Das Brett der letzten Rettung, jedes Jahr an Kantors Todestag am 8. Dezember von Lesław und Wacław Janiciki realisiert, erinnert an die Ermordung der Chassidim in Auschwitz.
Die Monographie enthält Texte von und über Tadeusz Kantor, ausführliche Interviews mit Kantor, den Schauspieler/innen, dem Dokumentarfilmregisseur Andrzej Sapija und dem Fotografen Günther K. Kühnel. Außerdem vermitteln ein Text über Anselm Kiefers Beziehung zu Kantors Kunst und zahlreiche Fotos ein lebendiges und facettenreiches Bild des polnischen Künstlers. Tadeusz Kantor ist anlässlich seines 100. Geburtstages Repräsentant des polnischen Kulturjahres 2015.


"...anfangen zu erzählen". Neues Polnisches Theater. Eine Auswahl

 

ISBN: 978-3-943767-63-6

 

lieferbar, 220 Seiten, Klappenbroschur

20,00 €

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"...anfangen zu erzählen".

Neues Polnisches Theater. Eine Auswahl

 

Mit einem Essay von Małgorzata Sugiera

Aus dem Polnischen von Andreas Volk und Liliana Niesielska

 

Wojciech Tomczyk, Nürnberg (2006)

Zyta Rudzka, Zucker Büstenhalter (2007)

Małgorzata Sikorska-Miszczuk, Der Koffer (2008)

Tadeusz Słobodzianek, Unsere Klasse (2008)

Michał Walczak, Amazonien (2008)

Mateusz Pakuła, Traurige Tropen (2013)

 

Zwischen Zürich und Wien, zwischen Hamburg, Berlin und München wird polnische Dramatik meist übersehen. Zu Unrecht, denn was polnische und deutschsprachige Theaterstücke wirklich trennt, ist lediglich die andere Sprache, und nicht der Stoff, aus dem die Träume sind.

Der vorliegende Band gibt einen repräsentativen Überblick über die thematische und formelle Vielfalt der neuesten polnischen Dramatik aus den Jahren 2007-2013. Die in Polen sehr erfolgreichen Stücke sind tief in den Realien Polens verankert und setzen sich zugleich mit universellen Themen wie der Suche nach dem Glück, dem Dilemma zwischen „Haben“ und „Sein“ sowie der Sehnsucht nach einer Utopie auseinander. Dabei kommen Witz und komische Elemente nicht zu kurz.

Bereichert wird dieses Buch durch den Essay Selbstbildnisse der Polen der Theaterwissenschaftlerin Małgorzata Sugiera, in dem sie der Frage nachgeht, inwieweit die neue polnische Dramatik zwischen Tradition und Moderne steht.

Vorhang auf!

 

 

Aus dem Geleitwort des Herausgebers

Mag. Wojciech Więckowski

(Titularbotschafter)

Direktor des Polnischen Instituts Wien

 

Herausgegeben auf Initiative und mit finanziellen Mitteln des Polnischen Instituts Wien, 2015


Brauns, D.: Café Auschwitz


ISBN: 978-3-943767-54-4

 

lieferbar, 260 Seiten, Klappenbroschur

 

14,90 €

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Dirk Brauns

Café Auschwitz. Roman

 

Am Anfang steht die unkonventionelle Begegnung des deutschen Alexander mit Janusz, dem polnischen Auschwitz-Überlebenden. Eine gemeinsame Reise in das ehemalige Konzentrationslager endet fast im Fiasko. Janusz glaubt, einen der Lagerpeiniger anhand eines Zeitungsartikels identifizieren zu können. Die Suche in Deutschland gerät zur fixen Idee und für Alexander zu einer Recherche der besonderen Art, bei der er bald jedes Maß verliert. Dirk Brauns erzählt eine Geschichte abseits von Gedenktagen und Schlagzeilen. Er tut dies konsequent heutig, berührend ohne Pathos, skurril und respektvoll.

 

"Was wollte ich wissen? Januszs Auschwitz rollte heran als eine Welle aus Zyklon-B-Büchsen am Krematorium IV, dem Gastod seiner Mutter, Selbstmordabsichten, dem Überleben als Akkordeonspieler, seiner Lagerliebe Sonja in der Effektenkammer und all den Toten.
Die meisten von ihnen waren Juden und mir exotisch wie ein Indianerstamm. Mit ihrem Nichtvorhandensein war ich aufgewachsen. Ich vermisste sie weder, noch erinnerte ich mich, dass während meiner Kindheit über sie gesprochen wurde."
Dirk Brauns, Café Auschwitz


Eine Geschichte, die ohne Schnörkel erzählt wird, fast im Stil einer Reportage, bewegt durch ihre Authentizität (…).
Zofia Posmysz (Zeitzeugin)


Fruchtman, R.: Krakowiak

 

ISBN: 978-3-943767-07-0

 

lieferbar, 218 Seiten, Klappenbroschur

14,90 €

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Ruth Fruchtman

Krakowiak. Roman


Die polnische Stadt K. hütet ihre Geheimnisse. Ihnen geht Esther, eine „Historikerin der Gefühle“, seit den 1980er Jahren nach. Sie findet Spuren, die eine durch Weltkrieg, Holocaust und Kommunismus geprägte Welt hinterlassen hat. Die Menschen, auf die Esther trifft, versuchen darauf in der Gegenwart individuelle Antworten zu geben. Zu Cezary Jaworzyński mit seinen zwei Töchtern fühlt sie sich besonders hingezogen, nicht nur, weil er aus der gleichen Gegend stammt wie ihr Großvater Isaak Blaublat. Eine Tochter, Jolanta, sieht ihre Lebensaufgabe darin, aus dem zerstörten Familienschloss eine neue Kulturstätte zu machen. Doch um ihre Pläne zu finanzieren, braucht sie die Hilfe des deutschen Geschäftsmannes Klaus Müller-Weidt, dessen Kindheit ebenfalls mit der Stadt K. verbunden ist. Und Esther begegnet Abraham aus einem Rabbinerseminar in New York, der die verfallene Klause eines Kabbalisten im ehemaligen jüdischen Viertel wieder mit Leben füllen will.
Sanft und ironisch stellt der Roman Fragen nach der eigenen Verantwortung, nach Heimat, Exil, Judentum und Christentum. Seine Themen verweben sich wie die Motive im alten Volkstanz „Krakowiak“ zu einem Kaleidoskop des Lebens.


Rezension

 

"In den Achtzigerjahren, zur Zeit der Solidarność-Bewegung, bricht Esther Blu aus einer westdeutschen Stadt auf, um sich gleichsam einer Vergangenheit zu nähern, aus der sie stammen möchte. Kurze Zeit nach ihrer Ankunft in der polnischen „Stadt K.“, wie die Autorin Ruth Fruchtman Kraków/Krakau nennt, taucht ihre Protagonistin in den Mikrokosmos einer polnischen Familie ein..."
(Klaus Dermutz, Süddeutsche Zeitung v. 21.01.2014)

 

"Annäherungen – dieses Wort beschreibt am besten... was die Figuren ihrer Erzählung in der Stadt K. betreiben. Fruchtmans Charaktere nähern sich an die schwierige Vergangenheit, die komplizierte polnisch-jüdische und polnisch-deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts an. Jeder von ihnen versucht auf seine Weise mit dem geschichtlichen Erbe umzugehen, Dagewesenes zu rekonstruieren, wiederherzustellen, wiedergutzumachen.
Eher als eine zusammenhängende Erzählung ist Krakowiak ein Mosaik der Fragen und Perspektiven, es ist Esther Blus „Album der Gefühle“. Die Sprache tastet sich heran, dreht und wendet, so als betrachte man einen seltenen Stein."
Lisa Palmes auf www.e-radar.com

 

 

Ruth Fruchtman, Buchpräsentation "Krakowiak", 2013

=> "Krakowiak" auf dailymotion

=> "Krakowiak" auf youtube


Runze, O.: Vom Glück zu Trauern. Eine deutsche Geschichte


ISBN 978-3-943767-61-2


lieferbar, Klappenbroschur, 166 Seiten

12,90 €

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Ottokar Runze

 

Vom Glück zu Trauern. Eine deutsche Geschichte

 

Der Autor und Erzähler war fast acht Jahre alt, als Adolf Hitler Reichskanzler wurde, und neunzehn, als der Krieg zu Ende ging. Die Wandlung Deutschlands zu einem Staat des Verbrechens prägte sein Leben und eigenwilliges künstlerisches Schaffen. Es stellte die Frage nach dem menschlichen, moralischen Verhalten in einer von Unrecht und Gewalt geprägten Welt.

Aus der Perspektive des Alters ist dieses Buch eine Abrechnung mit sich selbst, schonungslos und wahrhaftig. Für den Autor bedeutet es das längst überfällige Bekenntnis seiner Generation, die reich war an willfährig Gehorchenden, Tätern und Opfern.


Bargielska, J.: Kleine Füchse

 

134 S., Klappenbroschur
ISBN print: 978-3-943767-35-3
ISBN e-book: 978-3-943767-36-0
lieferbar

12,90 €

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Justyna Bargielska

 

Kleine Füchse

Erzählung

 

Kleine Füchse, das sind Prosastücke, die sich zu einer Erzählung zusammenfügen – einer Erzählung über zwei moderne junge Frauen, Aga und Magda, die eine Single mit zwei Halbzeit-Jobs, die andere Ehefrau, Mutter und abends Journalistin. Über den rätselhaften Messerstecher Stulle aus dem Warschauer Wald, mit dem beide Frauen eine Affäre haben. Und über Erlebtes und Geträumtes, Schwangerschaft, Mutterschaft, Eigenartiges und wie selbstverständlich Übersinnliches – kurz: über das Leben als solches mit seinen unterschwelligen Grotesken und Schrecknissen. Bargielska verwebt Reflexionen und Gedankensprünge, Beobachtetes, Aufgeschnapptes und Gelesenes aus Lokalzeitung, Aufzug und Bus zu einem polyphonen Prosastück. Gekonnte Zusammenstellungen lassen ungeahnten Sinn entstehen und öffnen der Phantasie neue Fenster. Die phänomenale Plastizität ihrer Sprache und ihre Vorstellungskraft machen Justyna Bargielska zur unbestrittenen Meisterin der kurzen Form.

 

„Bargielska hält den Leser in Schach, führt ihn immer woanders hin als erwartet.“
Juliusz Kurkiewicz, Journalist und Literaturkritiker

 

„Eine Prosa, brandaktuell, bunt und frisch zu genießen wie ein französisches Macaron."
Lisa Palmes, Übersetzerin


Messerschmidt, K.: Winterblut

 

ISBN: 978-3-943767-08-7

 

154 Seiten, Klappenbroschur 

12,90 €

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Kirstin Messerschmidt

Winterblut. Roman.

Der junge Journalist William ist auf der Suche: Nach der Wahrheit über seinen unbekannten Vater, nach den Ursachen für die Geisteskrankheit seiner Mutter, und schließlich sogar nach seinem plötzlich verschwundenen Lebensgefährten. Eine Spur führt zu einer landesweit bekannten Sekte. Inmitten all der Fragen verliebt William sich in seinen tyrannischen Chef Keno und will ihn mit einem waghalsigen Artikel über die Sekte beeindrucken. Während Kenos Spielchen William beinahe in den Wahnsinn treiben, ergeben die Recherchen für den Artikel Unglaubliches: Williams und Kenos Familien teilen ein Geheimnis…

 

Links auf Leseprobe 2013:

=> "Winterblut" auf youtube

=> "Winterblut" auf dailymotion

 

 

"Kirstin Messerschmidt hat das große Talent, eine fesselnde Geschichte zu erzählen, die einen schon nach wenigen Seiten nicht mehr loslässt. Buch und Autorin kann ich nur wärmstens empfehlen.”

Markus Kavka, Journalist und Autor

 

"Fesselnd, überraschend und auf ungeahnte Weise romantisch. Kirstin Messerschmidt ist eine wahre Entdeckung."

Anke Greifeneder, Schriftstellerin

 

Rezension

"Winterblut" ist der Erstling von Kirstin Messerschmidt und ist sehr unterhaltsam: Super kurzweilig und vor allem immer wieder überraschend. Was aus LGBT-Sicht besonders gefällt: Kirstin Messerschmidt macht das, was wir LGBT uns eigentlich immer wünschen: Homosexualität als etwas ganz Normales aufzufassen – der Roman ist ganz klar nicht nur exklusiv auf die LGBT-Zielgruppe ausgerichtet, nimmt sie aber auch mit und erzählt eine Geschichte aus unserem Kontext. Das sollten wir unterstützen, insofern: Kaufempfehlung für Kirstin Messerschmidt: "Winterblut"…

Radio Pride1 am 18.5.2013 (PRIDE1.de/fb)


Assheuer, C.: Felix' Revolution

 

ISBN: 978-3-943767-12-4

 

545 Seiten, Klappenbroschur

16,90 €

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Christoph Assheuer

Felix‘ Revolution. Roman 

 

Felix Guthammer, ein braver Junge aus dem Sauerland, will frei sein und Theater spielen. Doch im Aufruhr der frühen 1970 Jahre, in der Zeit sanfter Hippies, der freien Liebe, wilder Straßenproteste und der ersten Punks, findet sich sein Name plötzlich auf den Fahndungslisten wieder; als vermeintlicher RAF-Terrorist.
Felix findet in England Unterschlupf. Mit falschen Papieren wandelt er eine Zeit lang auf dem schmalen Grat zwischen Stadtguerilla und staatlicher Repression, kehrt kurzzeitig nach Deutschland zurück, trifft auf andere Einzelkämpfer in der Illegalität. Mit einer Buddhistin, die nach Indien aufbricht, teilt er das Bett. Während des deutschen Herbstes reist er zu Freunden nach Prag, die sich trotz Gefängnis und Repression treu geblieben sind. Auf die Frage, „was ist revolutionär?“ gibt ihm das Leben paradoxe Antworten.
Mit Felix' Revolution lässt Christoph Assheuer den unruhigen Geist der 1970er Jahre mitsamt den Widersprüchlichkeiten jener Zeit wieder ebendig werden. Der Roman ist eine Art Roadmovie über den Underground in Ost und West, über Solidarität und Exil, Idealismus und Wahnsinn. Eine rasante Erzählung über eine wilde Jugend in den 70er Jahren: freier Liebe, Politaktionen, Terror und Gegenwehr, Hippies und Punks in Berlin, London, Prag, Paris. Ein faszinierendes Portrait einer Epoche, die unser heutiges Lebensgefühl entscheidend mitgeprägt hat.

 

www.felixrevolution.de

 

"Wie man auf den Deutschen Herbst blickt, ist immer eine ideologische Frage. Dieser Roman beschreibt die Geschichte aus einer sehr persönlichen Sicht. Assheuer... schildert die Zeit bis zum Deutschen Herbst atmosphärisch dicht, ehrlich, selbstkritisch, ohne jedoch die Protagonisten zu denunzieren."
Matthias Reichelt, zitty Berlin, 24-2013, S. 94


Drenger, S.: Minol-Pirols

 

lieferbar, 182 S., Klappenbroschur


ISBN print: 978-3-943767-38-4
ISBN e-book: 978-3-943767-39-1

12,90 €

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Shanghai Drenger

 

Minol-Pirols. Leben, und nicht leben lassen.

Roman

 

Sie waren laut, bunt und unhöflich – Punks verstörten in den 1980er Jahren die Normen des Staates und den Alltag der Bürger. Normal waren die nicht, fanden viele. So auch eine Gruppe Punks in einer ostdeutschen Großstadt gegen Ende des Jahres 1988. Während andere die große Freiheit im Westen suchen, bleiben sie im Land. Sie gründen eine Band und besetzen in einem Altbauviertel ein leerstehendes Haus, eine herrschaftsfreie Insel. Doch kann man den Dagebliebenen noch trauen? Nicht die beste Freundschaft ist vor Misstrauen gefeit und die Verlockungen „von drüben“ scheinen groß. Zumal sie schnell in die Fänge der Polizei und Staatssicherheit geraten. Als der Staat mit Volksfesten und Paraden seinen letzten Jahrestag feiern möchte, muss eine Entscheidung fallen. Eine Erzählung über Vertrauen, Verrat und den Traum, sich seine eigene Freiheit zu erkämpfen. Mit Musik, Angst und Hoffnung drin.

 

"Ein Stück authentischer Geschichtsschreibung, die mehr aussagt, als manch dicker Wälzer zur Diktatur-Forschung."
Anne Hahn auf Weltexpress, 16. Juni 2015 


Reiniger, R.: Zigeuner-Boxer

 

ISBN 978-3-943767-60-5

 

lieferbar, Klappenbroschur, 62 Seiten

9,90 €

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Rike Reiniger

 

Zigeuner-Boxer

Monolog | Interview | Chronologie

 

„Zigeuner-Boxer“ verbindet Rike Reinigers berührenden Theatermonolog über den 1944 im KZ ermordeten sinto-deutschen Boxer Rukeli Trollmann, ein sehr persönliches Interview mit dessen Tochter und eine historische Chronologie des Völkermords an den Sinti und Roma.

Das literarisch verdichtete Einzelschicksal, die alltagsgeschichtliche Quelle sowie der historische Kontext: „Zigeuner-Boxer“ ist ein vielschichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus.


„Mit ‚Zigeuner-Boxer‘ hat Rike Reiniger ein Stück geschrieben, das unter die Haut geht.“

Ute Bauermeister, Badische Neueste Nachrichten


Tuckermann, A.: Die Haut retten


ISBN: 978-3-943767-34-6

 

lieferbar, 113 Seiten, Klappenbroschur

12,90 €

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Anja Tuckermann

Die Haut retten

Roman

Die Liebe zwischen der Berlinerin Karla und Joschi, dem Musiker aus den USA ist romantisch und leidenschaftlich. Sie mag ihn, er mag sie, alles scheint so einfach zu sein. Doch Joschi ist Jude und seine Eltern missbilligen, dass er im Land der Mörder arbeitet. Karla möchte, dass Joschi sich für sie und ein Leben in Deutschland entscheidet. Aber Joschi sieht in ihr immer auch die Deutsche.

Karla kämpft um ihre Liebe. Gegen das Trennende und das Hin- und Hergerissensein. Nicht nur ihre eigene unterschiedliche Herkunft konfrontiert sie auf Schritt und Tritt mit dem Anderssein. Wie so viele im wiedervereinigten Berlin sind sie auf der Suche.

Ein Buch über das Berlin nach dem Fall der Mauer, unmittelbar und hochaktuell.


Tuckermann, A.: Nirgendwohin. Irgendwohin


ISBN: 978-3-943767-21-6

 

lieferbar, 190 Seiten, Klappenbroschur

12,90 €

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Anja Tuckermann

Nirgendwohin. Irgendwohin. Erzählungen

Von Zweien, die sich nur von ihren Balkonen über die Berliner Mauer hinweg gesehen hatten. Von einem Liebespaar, das nach dem Mauerfall erstmals zusammen sein kann, ohne auf die Uhr zu achten. Über Weihnachten im  Mieterkeller. Über den Hunger nach Leben. Und was ist eigentlich Liebe? Eine Verirrung? Der Blick in den Sonnenuntergang?

Die preisgekrönte Autorin Anja Tuckermann erzählt in 22 Geschichten von jungen Erwachsenen in Städten, von Gefahren, Abenteuern, Auswegen, Glück. Von jungen Menschen, die ihren Weg finden. Ihr Alleinsein, ihre Suche und das Zusammenfinden.


Tuckermann, A.: Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war



ISBN: 978-3-943767-43-8

 

lieferbar, 344 Seiten, Klappenbroschur

11,90 €

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Anja Tuckermann

 

Mano.

Der Junge, der nicht wusste, wo er war

Roman

 

Dieses Buch erzählt die unglaubliche, aber wahre Geschichte des Sinto-Jungen Mano. Er überlebt mehrere nationalsozialistische Konzentrationslager und den Todesmarsch von Sachsenhausen. Nach dem Krieg retten befreite Französinnen den Elfjährigen und nehmen ihn mit nach Frankreich. Doch bevor sie die Grenze überqueren, schärfen sie ihm ein, seinen Namen und seine Herkunft nicht zu verraten. Er verschweigt fortan seine Identität, auch als er auf Menschen trifft, die ihm helfen wollen und ihn wie einen eigenen Sohn lieben.
Dass seine Eltern noch leben, weiß er nicht. Verzweifelt suchen sie nach ihm, aber wie soll man jemanden finden, dessen genauen Namen niemand kennt?

 

Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis der Stadt Braunschweig

 

"Eindrucksvoll und erschütternd gut wird von einem Leben erzählt, welches dem Leser einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein beeindruckendes Buch, das eine bewegende Geschichte dokumentiert und auch literarisch in jeder Hinsicht überzeugt.“ Buch des Semesters, Lesebar, Uni Köln



Tuckermann, A.: Muscha

 

ISBN: 978-3-943767-29-2

 

lieferbar, 212 S., Klappenbroschur

11,90 €

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Anja Tuckermann


Muscha

Roman

 

Ein unvergesslicher Roman über einen Sinto-Jungen im Dritten Reich. Josef versteht nicht, warum er anders behandelt wird als alle. Warum sogar der Lehrer ihn schlägt und man ihm Schimpfworte hinterher ruft. Liegt das an seinen schwarzen Haaren? Dass seine Haut ein bisschen dunkler ist als die der anderen? Nicht einmal die Eltern wollen ihm sagen, warum. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfährt er die Wahrheit über seine Herkunft und seinen Namen.

 

Welch ein Buch! Anja Tuckermann schreibt nicht Weltgeschichte, sondern schildert, wie Weltgeschichte in ein Leben sickert. Ihre unsentimentale Sprache macht das Traurige erträglich und Muscha unvergesslich.
(aus: DIE ZEIT)


Tuckermann, A.: Familie Merkwürdig und Familie Unglaublich machen eine Dampferfahrt

 

ISBN: 978-3-943767-00-1

 

lieferbar, 60 Seiten, Klappenbroschur

9,90 €

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Anja Tuckermann

Familie Merkwürdig und Familie Unglaublich machen eine Dampferfahrt.

[Mit Zeichnungen von Samuel Rachl]

Die hintersinnigen, schrägen Familiengeschichten in Vierzeilern sind aus dem Alltag gefischte Dialogfetzen, einem Vater, einer Mutter, einem Kind in den Mund gelegt. In vier Zeilen kommen sie auf den Punkt, ist das Wesentliche gesagt. Diese kurzen Geschichten stehen fest in der Landschaft, lakonisch, scheinbar vordergründig, entfalten sie ein Eigenleben. Dazwischen die Dialoge von Familie Goldig und Familie Fröhlich beim Telefonieren, einkaufen, im Café, auf der Bank in der Wrangelstraße oder am Badesee – alle reden, wie es ihnen durch den Kopf schießt. Mit der Komik des ungehemmten Austausches und dem trockenen Berliner Humor entwickelt sich ein unverhoffter Witz.


Sallmann, S.: Der Buckelspringer

 

ISBN: 978-3-943767-13-1

 

lieferbar, 212 Seiten, Klappenbroschur

14,90 €

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Salli Sallmann

Der Buckelspringer

Stories.


Dieses Buch ist gewidmet den Weintrinkern, die nicht ihre Kontaktlinsen verschlucken wollen, Potenzpillenschluckern mit Schluckauf, Frauengeschädigten, schmal geworden durch Reibungsverlust, fett geworden durch Kummerbiere, Ab-Gesoffenen, den Verlassenen und zu Verlassenden und den Frauen, die es mit Männern doch noch nicht aufgegeben haben.
Mit Vergnügen an Übertreibung werden vor allem Männer als naturbelassen, geil, eitel und voller irrer relevanter Ängste vorgeführt - in  Geschichten wie Comics ohne Bilder, in einer Kulisse von Zuviel und zugleich Zuwenig, von Hoffnung, Liebe und dem scharfen Blick für die Komik des Alltags.
Storys für alle Männer und Frauen, die ahnen, dass sie genervt, frustriert, gelangweilt, versaubeutelt, abgetörnt, angetörnt, durchgedreht, also ganz normal sind.

Storys wie Glühwürmchen in der Dämmerung der Gegenwart.

 

"Das Schwierige wird leicht erzählt, das Traurige kommt komisch daher, und die Künstler und Intellektuellen sind nicht immer die Klügsten.“
Karsten Krampitz in „Die Welt“

 

„Den gelungenen literarischen Höhepunkt der ‚Verschwiegenen Bibliothek’ bildet Salli Sallmanns Badetag. Ein wunderbar lesbares Buch von erfrischender Aufrichtigkeit und trotz bitterster Erfahrungen voll warmherzigen Humors.“
G. Jankowski in „Deutschlandarchiv“


Sallmann, S.: Tücken des Alkoholismus

 

ISBN: 978-3-943767-11-7

 

lieferbar, 148 Seiten, Klappenbroschur

11,90 €

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Salli Sallmann

Über die Tücken des Alkoholismus

in Verbindung mit Kohleheizung

Gedichte und Texte.

 

Der Band "Über die Tücken des Alkoholismus in Verbindung mit Kohleheizung" enthält überwiegend in den Jahren nach 2000 entstandene Gedichte, Balladen und Kürzestprosa sowie ausgewählte Texte aus drei vorangegangenen Bänden. Die Gedichte bilden häufig mit ihrer bissigen Ironie eine Melange aus Bänkel-Gesängen, Kneipen-Poesie und Jahrmarktslyrik. Absurde Komik und lebensphilosophische Aussagen mischen sich. Diese Texte sind gekennzeichnet von einem schonungslosen Existenzialismus, der sich ein befreiendes Lachen leisten kann.

 

"Ein schonungsloser Existenzialismus äußert sich darin: 'nicht arbeiten/ sich vornehmen, nicht an sie zu denken/ an sie denken/ noch mehr saufen’. Lakonisch klingt das, doch diese Zeilen enthalten mehr Poetologie als die ganze Popliteratur der Neunziger Jahre. Bevor es in Kreuzberg zu gemütlich wird, mache man dieses Buch wieder zugänglich."
FAZ über Salli Sallmann, "Nichts Besonderes"


"Gedichte für den Fall, daß es im Leben zu gemnütlich wird. Und für alle, die der Lyrik längst abhanden gekommen sind, weil die meisten gedichteschreiber humorlose Knochen sind."
Florian F. Arnold auf literalotto, März 2015


 


Lehnert, T.: Fabelhafte Gespräche

 

ISBN: 978-3-943767-22-3

 

lieferbar, 130 Seiten, Format 19x25, Klappenbroschur

20,00 €

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Tilmann Lehnert

 

Fabelhafte Gespräche. Szenen und Gedichte.

 

Mit Zeichnungen von Johannes Grützke

 

Ob beim Griechen um die Ecke oder auf dem Fahrrad durch die Stadt, Tilmann Lehnert hat immer ein Notizbuch für die Floskeln, Dialoge und Wortfetzen dabei, die er unterwegs aufschnappt. Aus banalen Alltagssituationen und der bizarren Welt der zwischenmenschlichen Beziehungen entwickelt er mit höchster sprachlicher Empfindsamkeit und Präzision ins Absurde und Groteske gesteigerte Szenen und Gedichte. Er stellt sprachliche Gewohnheiten im scheinbar nur so dahin Gesagten bloß. Fabelhafte Gespräche - In ihrer ganzen Bandbreite zwischen „grell und pointenreich" bis "zart und lyrisch" (Süddeutsche Zeitung, 19.10.2006). Dazu die lebensprallen Zeichnungen von Johannes Grützke. Lehnert & Grützke bohren seit fast vierzig Jahren gemeinsam an unserem Dasein.

 

"Dieses Buch ist auch ästhetisch ein großer Gewinn für unsere Berliner Literaturszene".

Salli Sallmann am 22.05.2014 auf RBB Kulturradio "Lesestoff"