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In der Hitze des Kalten Krieges/ Rathaus Schöneberg

Buchpremiere

29. November 2017 | 18:00 Uhr

 

Norbert Wollschläger

 In der Hitze des Kalten Krieges

 

Rathaus Schöneberg | Goldener Saal

John-F.-Kennedy Platz | 10820 Berlin

 

Am 29. November im Goldenen Saal des Rathaus Schöneberg präsentiert der Autor Norbert Wollschläger seinen Roman "In der Hitze des Kalten Krieges". Ein wissenschaftlich-literarische Veranstaltung des KLAK Verlag über das Verhältnis von Literatur und realer Geschichte. Mit Dr. Bettina Greiner Koordinatorin des Berliner Kolleg Kalter Krieg. Unter Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. 


Berlin im Juli 1952. Wochenlang Sonne und wolkenlos blauer Himmel. Doch in der geteilten Stadt herrscht Kalter Krieg zwischen den Siegermächten über Nazideutschland. Den Westmächten - Briten, Amerikanern und Franzosen - steht die Sowjetunion mit dem Ostblock gegenüber. Ein Kampf mit Worten und Waffen, mit Subversion, Sabotage und Spionage, dem keiner entkommt. Während hunderttausend Ostzonenflüchtlinge nach West-Berlin strömen, wird dort der Jurist Walter Linse gekidnappt und in den Ostteil der Stadt verschleppt.

Hautnah verfolgt Norbert Wollschläger dieses spektakulärste politische Verbrechen jener Jahre. Er blickt über die Sektorengrenzen hinweg in die Schattenwelt der Geheimdienste und in Wohnzimmer, Cafés und Redaktionsstuben. Er folgt dem Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter und dem jungen Abgeordneten Willy Brandt, schaut dem Polizeipräsidenten über die Schulter und begleitet eine Bande von Kindern, die ihre eigenen Abenteuer suchen. Packender ist das Schicksal Walter Linses und der Berliner Alltag im Kalten Krieg der 1950er Jahre niemals erzählt worden.

„Hier ist ein Mensch aus unserer friedlichen Mitte geraubt worden, überfallen worden, niedergeschlagen worden, in ein Automobil geschleppt, hinausgefahren in die Folterhöhlen dieser Verbrecher. Er muss uns zurückgegeben werden! Das fordern wir!“ 

Ernst Reuter am 10. Juli 1952

 

„Acht Tage im Juli 1952: Der Jurist Walter Linse wird in Westberlin entführt und in den Ostteil der Stadt verschleppt. Sechs Schulfreunde helfen bei der Suche nach den Tätern. Norbert Wollschläger erzählt die Geschichte wie einen Krimi und macht dadurch das Berlin des frühen Kalten Krieges wieder lebendig – präzise recherchiert, atmosphärisch dicht und hoch spannend. Sehr lesenswert.“

Dr. Bettina Greiner

 

Der Autor

Norbert Wollschläger wurde 1944 in Berlin geboren, Studium der Soziologie, Psychologie und Publizistik. Langjährige Tätigkeit in der wissenschaftlichen Politikberatung im In- und Ausland, von 1995 bis 2005 in Thessaloniki, Griechenland.

Nach der Rückkehr nach Deutschland Aufbau und selbständige Führung einer eigenen Agentur für Kulturvermittlung sowie Gründung eines privaten literarischen Salons in Berlin.

Eigenes literarisches Arbeiten ab 2015.

www.kalterkrieg1952.de